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Helwig Brunner

 
 

Biographie:

Helwig Brunner, geb. am 20.November 1967 in Istanbul/Türkei, lebt und arbeitet in Graz/Österreich. 1983-93 Studium der Musik (Konzertdiplom Violine 1992, Mag. art. 1993) an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Graz;1986-1997 Studium der Biologie (Mag. rer. nat. 1993, Dr. rer. nat. 1997) an der Karl Franzens-Universität Graz. 1994 Konzessionsprüfung für das Gewerbe der Technischen Büros/Ingenieurbüros; seither Biologe, Ökologe, Musiker, Dichter. Seit 2000 Redakteur und seit 2004 Mither-ausgeber der Literaturzeitschrift "Lichtungen". Er schreibt Gedichte, Essays und Erzäh-lungen; erhielt den Forum Stadtpark-Literaturförderungspreis (1992), den Literaturförde-rungspreis der Stadt Graz (1993), den Theodor-Körner-Förderungspreis für Wissenschaft (1997), den 1. Preis beim Essay-Wettbewerb der Akademie Graz (1999), den Ernst Meis-ter-Förderpreis für Lyrik der Stadt Hagen (2001), den erostepost Literaturpreis, Salzburg (2003) und den Anerkennungspreis "Science et Cité" (2005). Er ist Mitglied in der Grazer Autorenversammlung (GAV). Beiträge von ihm erschienen in Anthologien bei DuMont, C. H. Beck, Haymon etc. sowie in Zeitschriften (manuskripte, Lichtungen, Sterz, Lose Blätter, edit, DUM u. a.).
Nachspiel. Roman 2006:
Die Monologe der fünf Hauptfiguren schüren zunächst den Verdacht, in der Klinik geschähen Kapitalverbrechen in Form tödlich endender Experimente an Menschen. Dieser Verdacht, der eine Krimi-Handlung einzuleiten scheint, bleibt lange unwiderlegt, löst sich jedoch zuletzt in Luft auf; die Einzelschicksale und konfliktreichen wechselseitigen Beziehungen der erzählenden Figuren rücken zunehmend in den Vordergrund. Die innere Dramatik der im Text entfalteten Lebensrückblicke und persönlichen Orientierungsversuche lässt die zunächst vordringlich erscheinende Frage eines möglichen spektakulären Verbrechens verblassen, noch ehe sie endgültig beantwortet ist. Nachspiel ist ein Roman, der sich auf diesem Terrain der Theorie des postmodernen Romans anzunähern versucht. Mit seiner leichten Lesbarkeit und dem telegenen Sujet einer Privatklinik weist er Merkmale der populären Unterhaltungsliteratur auf. Durch die gesellschaftspolitische Relevanz der Inhalte (das begrenzte System der Klinik kann als Modell für gesellschaftliche Zustände gelesen werden), das Spiel mit unterschiedlichen Erzählpositionen und das lustvolle Unterlaufen der anfangs geweckten Erwartungen an den Handlungsverlauf wird jedoch durchaus auch ein anspruchsvoller Leserkreis angesprochen.

 

Bei Kitab:

Rattengift
Nachspiel
 
 
 
   
   

(c) 2006 kitab Verlag