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Mayerhofer Lisa: Das Ende Kleinarmeniens im Mittelalter, 2006 |
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Darstellung des Untergangs des letzten christlichen Staates im Osten Kleinasiens. (GE) Die Arbeit beleuchtet anhand abendländischer, griechischer und arabischer Quellen ein bisher wenig bekanntes Kapitel der mittelalterlichen armenischen Geschichte. Dabei gelingt es der Verfasserin, das Besondere dieses im Schnittpunkt der orientalischen und der abendländischen Welt gelegenen kurzlebigen Staates herauszuarbeiten. Für die lokale Geschichtsschreibung ergeben sich neue Erkenntnisse, aber auch zwischen lateinischer und orientalischer Welt tun sich neue Zusammenhänge auf. Für Fachbibliotheken und Interessierte. Bibliotheksnachrichten 3/2009 Hanns Sauter Nach einer Präsentation des Forschungsstandes … fokussiert Mayerhofer auf die Regierungszeit der Könige Leon IV., Konstantin II. und Konstantin III. Dabei geht es ihr darum, den besonderen Charakter des „Zwitterwersens“ Kleinarmenien zu verdeutlichen. …Zum anderen versucht sie, die in der Forschun g bisher hauptsächlich vertretene Ansicht zu entkräften, der Niedergang des kilikischen Königreichs läge in einem seit der Mitte des 14. Jahrhunderts virulenten Machtkampf zwischen nationalarmenischen und prolateinischen Gruppen begründet. In überzeugender Weise zeigt Mayerhofer, dass die Herrschaft Konstantins III. gerade in der für diese These strapazierten Unionsfrage keine Brüche gegenüber der Politik seines ermordeten Vorgängers Konstantin II. aufweist. … In der Analyse aussagekräftiger Parallelquellen gelingt es Mayerhofer, die ten denzielle Darstellung der oft als Hauptquelle genutzten Chronique d’ Armenie des Jean Dardel und auf diesem Wege auch die letzten Jahrzehnte Kleinarmeniens in ein neues Licht zu rücken. Johannes Gießauf Das Historisch-politische Buch 55 2007 263f |