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Ihr, die Ihr am Leben bliebt / Vi ko ostanete ¸ivi

Ihr, die Ihr am Leben bliebt / Vi ko ostanete ¸ivi
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Produktbeschreibung

1976 erließ Österreich unter Bundeskanzler Dr. Bruno Kreisky und Landeshauptmann Leopold Wagner das „Volksgruppengesetz“, das eine 25 %-Klausel als Voraussetzung zur Aufstellung zweisprachiger Ortstafeln festsetzte. Bei der „Minderheiten-Feststellung im November 1976 wurde die Zählung von den Kärntner Slowenen weitgehend boykottiert; in Zell Pfarre/Sele kam es zum Raub der Wahlurne und Anfang 1977 zum „Fall Warasch“. Der junge Filmemacher Miha Zablatnik sah in den „Urnenräubern“ die Enkel der 13 am 9.4.1943 vom berüchtigten Nazi-Richter Roland Freisler zum Tode verurteilten Nazi-Richter. So kam es zur Produktion der lange verschollenen Dokumentation von 1978. Die Überlebenden der NS-Gräuel wurden z.T. mit dem Traktor zum Pfarrhof von Zell Pfarre/Sele gebracht und erzählten dort ihre Erlebnisse. Eindrucksvoll sind die Berichte von Pavla, der Witwe des hingerichteten Urh Kelih, die die Verhaftung ihres Mannes beschrieb, aber auch die des legendären Pfarrers Alois Vauti, der in Berlin-Plötzensee inhaftiert war und zweimal vor dem Volksgerichtshof stand, darunter einmal vor Freisler, der den Freispruch der 1. Instanz aufhob und 1944 4 Jahre Zuchthaus erhielt; obwohl er seit 1940 gar nicht in Kärnten war, wurde der als „geistiger Urheber“ des Widerstandes zu 4 Jahren Zuchthaus verurteilt. Eindrucksvoll ist auch die Erzählung von Josef Kelih, der 1938 mit Thomas Olip und Johann ´upanc nach Jugoslawien desertierte und erst 1947 aus Serbien nach Zell/Sele zurückkehrte und hier von der Hinrichtung seiner Brüder Urh und Florjan erfuhr. Heute leben nur noch wenige der Zeitzeugen wie die 98jährige Marija Olip und Mirko Ora¸e, der von seinen Besuchen bei seinem später hingerichteten Onkel Jaka erzählte und ebenfalls aus der Wehrmacht desertierte und dann zu den Partisanen ging. 
 
Eindrucksvolles und einzigartiges Dokument über eines der größten Justizverbrechen in Österreich, das bis heute nicht wirklich aufgearbeitet wurde.
 

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