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Jamníca.In der Senke

Jamníca.In der Senke
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Art.Nr.: 238
Hersteller: Pre¸ihov Voranc
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Produktbeschreibung

Pre¸ihov Voranc hat mit "Jamníca. Roman soseske" (Jamníca. Der Roman der Dorfnachbarschaft) 1945 seinen letzten Roman vorgelegt, sein Lieblingsbuch, da es die unmittelbare Umgebung seines Wohnortes, die Gemeinde Kotlje südöstlich von Dravograd und Ravne darstellt, das soziokulturelle Porträt eines Grenzstriches nach dem 1. Weltkrieg. Der 1. Teil schildert das Jahr 1921, den politischen Umbruch, den Einfluss der nahenden Wirtschaftskrise, das Zerbrechen der ehemals bäuerlichen Dorfstruktur durch das Erstarken des Arbeiterstandes in den Eisenwerken und die Rivalitäten zwischen den verschiedensten Berufsständen und Besitzgrößen. Im Mittelpunkt stehen ein Dutzend Figuren, die das gesamte soziale Spektrum abdecken, vom Großbauern Munk und Bunk, dem Bauernsohn Perman Ahac, der Arbeiter wird, bis zu den rätselhaften Bettlerfiguren Mo¨koplet und Ajta. Er kreist um ein Hauptthema, doch in allen geht es um die Lebens- und Sinnkrise, die mit dem 1. Weltkrieg einsetzte und das Dasein der Menschen veränderte.
Der 2. Teil schildert die Situation der späten zwanziger Jahre, in denen die Aushöhlung der Werte in Verbindung mit der wirtschaftlichen und politischen Krise zum inneren Verfall der Gesellschaft führt und das Subjekt zum Opfer von rivalisierenden Kräften macht. Jedes  Kapitel umkreist ein bestimmtes soziales Thema und zeigt uns in groteskem Realismus das Gesicht der "condition humaine". Spürbar ist aber auch die Suche nach einem neuen Menschenbild, das in der Krise Halt geben könnte, das aber im Umfeld der zwanziger und beginnenden dreißiger Jahre immer mehr aus dem Gesichtsfeld rückt. 
Der 3.Teil zeigt den sukzessiven Zerfall gesellschaftlicher Ordnung angesichts der politischen Verrohung der beginnenden 1930er Jahre, aber auch das Aufbäumen und den Widerstand einzelner Kommunen gegen die politische und wirtschaftliche Instrumentalisierung der Menschen. Ihre Resignation ist die Folge der Korruption und der daraus resultierenden Krise, die sich von der Wirtschaft auf alle Bereiche des Lebens ausdehnt und in welcher die Menschen nicht den Schritt zu Solidarität und sozialem Ausgleich wagen, sondern sich in Religion und rücksichtlosen Egoismus, flüchten. Das „Dorf in der Senke“ wird zum Spiegelbild der Hilflosigkeit angesichts des rigiden Konkurrenzdenkens.