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Olip Thomas: „Ich fühlte mich wie ein im Käfig eingesperrter Vogel, der sich nicht zu rühren vermag“

Olip Thomas: „Ich fühlte mich wie ein im Käfig eingesperrter Vogel, der sich nicht zu rühren vermag“
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Art.Nr.: 57
Hersteller: Wilhelm Baum
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Wilhelm Baum

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Produktbeschreibung

Erinnerungen eines slowenischen Widerstandskämpfers aus Kärnten von 1942, hrsg. v. Wilhelm Baum, mit einem Vorwort von Peter Handke und einem Nachwort von Valentin Inzko

Das Tagebuch des Thomas Olip aus dem Bunker von 1942 ist ein einzigartiges Dokument aus der Geschichte des Widerstandes gegen den Nationalsozialismus in Österreich. Der 1917 in Zell-Pfarre in Südkärnten als uneheliches Kind geborene Slowene Thomas Olip, der in einer Armenwohnung aufwuchs, arbeitete als Holzfäller in seiner Heimat. 1937 ging er als Freiwilliger zum österreichischen Bundesheer. Nach der Okkupation Österreichs im März 1938 wurde er zu den Gebirgsjägern nach Klagenfurt eingezogen und desertierte am 19.9.1939 nach Jugoslawien. Er arbeitete als Holzarbeiter in  Slowenien und Serbien. 1940 trat er mit anderen Deserteuren aus Südkärnten – darunter dem späteren Partisanenführer Johann ´upanc im Javornik-Sextet im Radio Ljubljana auf. Nach dem deutschen Einfall in Jugoslawien kehrte er im Frühjahr 1941 mit Jakob Ora¸e nach Kärnten zurück; zunächst hausten sie allein in den Wäldern ihrer Heimat und lebten vom Wildern. Danach errichteten sie im Setice-Wald oberhalb von Zell-Pfarre einen ersten Bunker. Sie wurden dabei besonders von den Bauern mit Lebensmitteln unterstützt. Olip erhielt im Juli 1942 von ebenfalls nach Kärnten zurückgekehrten ´upanc den Auftrag, sich den Partisanen der „Osvoboldilna fronta“ (OF) anzuschließen; sie wollten jedoch lieber „grüne Kader“ bleiben. Im Sommer 1942, als ihre häufigen Treffen mit Dorfbewohnern hinter dem Haus von Bartholomäus Ora¸e auch der Gestapo bekannt geworden waren, errichteten Olip und Ora¸e einen neuen Bunker unterhalb der Hlipovcniksäge. Das Tagebuch beginnt am 1.6.1942 und reicht bis zur Öffnung des Bunkers am 1.12.1942 durch die Gestapo. Am 12.4.1943 wurde Olip mit 12 weiteren Gefährten vom berüchtigten Nazi-richter Roland Freisler vom deutschen Volksgerichtshof im Klagenfurter Landesgericht zum Tode verurteilt und am 29.4.1943 im Wiener Landesgericht durch das Fallbeil hingerichtet. Dabei spielte das Tagebuch in den Händen der NS-Justiz eine verhängnisvolle Rolle. Das vom Herausgeber in Berlin entdeckte Tagebuch ermöglicht neben den erhalten Gerichtsakten einen Einblick in das Leben der Widerstandskämpfer, deren Leistung für die Freiheit Österreichs bis noch nie entsprechend gewürdigt wurde.

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