Dolinar Jelka Mrak: Furchen meiner Lebensgeschichte

Dolinar Jelka Mrak: Furchen meiner Lebensgeschichteaus dem Slowenischen übersetzt v. Reginald Vospernik
 
Art.Nr.:37
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„Furchen meiner Lebensgeschichte“ ist die literarische Lebenserzählung der Zeitzeugin Jelka Mrak-Dolinar. Das Gedankengut des Faschismus, Nationalsozialismus und Kommunismus bewirkte Flucht und Leid an einem Großteil der Slowenen, so auch an der Familie der Autorin. In ihrem Werk beschreibt Jelka Mrak Dolinar die Flucht ihrer Eltern vor den Faschisten aus Primorska, ihre Jugendzeit im elterlichen „Exil“, die Aussiedlung durch die Nationalsozialisten aus Skopje (1941), ihre Flucht nach Primorska und Inhaftierung dort und ihre Inhaftierung bei Kriegsende 1945 durch die Kommunisten. Sie arbeitete als Zwanzigjährige unter Zwang mehr als fünfeinhalb Jahre in diversen kommunistischen Konzentrationslagern in ganz Jugoslawien. Dabei musste sie bei Straßenbauarbeiten in Sumpfgebieten unter härtesten Bedingungen bei Typhus, Ruhr und anderen Krankheiten Schwerstarbeit verrichten, lediglich, weil sie schwer verwundete Domobrancen als freiwillige Rotkreuzhelferin nicht ihrem Geschick überlassen wollte. Das Schicksal von Jelka Mrak-Dolinar und ihrer Schwester Krista besiegelte bei einem „montierten“ Prozess der noch heute lebende seinerzeitige kommunistische Geheimdienstchef und von allen gefürchtete, über Leben und Tod entscheidende Mija Ribicic. Jelka ist die Hauptzeugin im Einleitungsverfahren zum Prozess gegen die Kriegsverbrechen von Mitja Ribicic. Die Autorin überlebte mit ihrer Schwester dieses 6-jährige Martyrium in den Arbeitslagern des titokommunistischen Gulags wie durch ein Wunder. Nach ihrer Amnestierung im Jahre 1951 gelang ihr die Flucht zu ihren Eltern nach Österreich. Sie ließ sich in Spittal an der Drau nieder, wo sie bis heute lebt und wirkt.

 

Jelka Mrak Dolinar wurde am 3.5.1925 als Tochter einer vor den italienischen Faschisten aus Primorska (Küstenland) geflüchteten Familie in Kranjska Gora geboren. Da ihr Vater als Finanzbeamter berufsbedingt immer wieder versetzt wurde, besuchte sie Schulen in ganz Jugoslawien. Nach dem Einmarsch der Nazis nach Jugoslawien wurde die Familie von diesen aus Skopje vertrieben und kam zurück nach Slowenien. Im Mai 1945 flüchtete die Familie vor den Kommunisten. Nach ihrer Amnestierung gelangte sie zu ihren Eltern nach Österreich, wo sie in Spittal an der Drau den slowenischen Kindergarten und die Schule für slowenische Flüchtlingskinder  leitete. Heute lebt die Autorin in Spittal, wo sie mit ihren Lebenserzählungen auf die zerstörerischen Ideologien im vorigen Jahrhundert hinweist.