Voranc Prežihov: Winter in Klagenfurt

Voranc Prežihov: Winter in Klagenfurtaus dem Slowenischen übersetzt von Josef Strutz Broschiert, ca. 158 Seiten Format: 20 x 13,5 cm ISBN 978-3-902878-10-6
 
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Prežihov Voranc, eigentlich Lovro Kuhar, Schriftsteller, Journalist und politischer Aktivist. Geboren wurde er
1893 in Kotlje bei Ravne na Koroškem (damals noch: Gutenstein) als Sohn eines Tagelöhners. Er bildete sich
nach Abschluss der Volksschule autodidaktisch weiter, tritt der Sozialistischen, später der Kommunistischen
Partei bei, in der er bald wichtige Aufgaben wahrnimmt. 1911 kam er erstmals nach Klagenfurt; hier beschreibt
er die Erlebnisse in der „Wärmestube“ für Sandler am Bahnhof. 1930 wird er zur Emigration gezwungen,
reist in politischem Auftrag quer durch Europa, wird mehrfach inhaftiert. Ein halbes Jahr versteckte er
sich bei seiner Tante Mici Miglar in Augsdorf bei Velden. In Reportagen über Wanderungen am Wörthersee
beschäftigte er sich u.a. auch mit dem Passionsspieldichter Andreas Schuster-Drabosnjak aus Köstenberg.
In Klagenfurt wurde er inhaftiert, konnte aber dann aus dem Gefängnis fliehen; er beschreibt den Marsch
seiner Frau und der beiden Töchter über die Grenze von Kotlje nach Klagenfurt, wo sie Vater bzw. Gatten zu
Weihnachten kurz sehen konnten. 1939 kehrt er aus dem Pariser Exil illegal nach Jugoslawien zurück, wird
1943 verhaftet, kommt ins KZ Sachsenhausen, von dort nach Mauthausen, wo er sich immer wieder nach
ankommenden Kärntnern erkundigte. Nach dem Krieg wird er in Jugoslawien politisch verdächtigt und
stirbt am 18.2.1950 in Maribor im Alter von 57 Jahren. Das literarische Werk - Erzählungen, Romane und Reportagen
-, das Voranc zu enormer Popularität verhalf, entstand neben der politischen Arbeit, vieles davon
während seiner häufigen Gefängnisaufenthalte. Er war immer ein nationalbewusster Slowene, fühlte sich
jedoch auch als Kärntner. „Winter in Klagenfurt“ enthält Erzählungen über seine Aufenthalte in Kärnten von
1911 bis 1931. Übersetzt wurden die Texte von Josef Strutz.