Warschawski Michael: Schicksale, die sich überkreuzen

Warschawski Michael: Schicksale, die sich überkreuzenRoman, aus dem Französischen übersetzt von Helwig Kuhn u. Marlene Stripecke 2015, 167S
 
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Das Buch von Michael Warschawski ist eines dieser seltenen Beispiele. Es ist die fast wahre, mehrere Generationen umfassende Geschichte von zwei Familien, die eine jüdisch, die andere palästinensisch, in der die tragischen Schicksale Isaaks und Ismaels, der Söhne Abrahams, und ihrer Nachkommen auf unauflösbare Weise miteinander verflochten sind. Die Personen, die in einem Jahrhundert voller Konflikte unterwegs sind, treten manchmal aggressiv und gewalttätig auf, sind oft auch voller Liebe füreinander, fast immer aber sind sie, die einen wie die anderen, die un-schuldigen Opfer von Geschichtsmythen, die sie antreiben und wie Schatten verfolgen.

Überall auf der Welt taucht der israelisch-arabische Konflikt ständig in den Nachrichten auf. Er erhitzt die Gemüter unzähliger Menschen in vielen Städten. Lange schon reicht der Konflikt über die Grenzen unserer Region hinaus. Er ist zum Sinnbild, man könnte fast sagen: zur Ikone umfassenderer Spannungsverhältnisse in der Welt geworden, der Spannungen zwischen Migranten und Einheimischen, zwischen Muslimen auf der einen und Juden und Christen auf der anderen Seite, zwischen den Wohlhabenden der Ersten und den Ausgegrenzten der Dritten Welt. Da die „Akteure“ im Nahen Osten weltweit auf  so viele Gesellschaften und Kulturen Einfluss haben, ist es dringend  geboten, gründlich über die Wurzeln des Konflikts und über die Geschichte der religiösen und politischen Ideen aufzuklären, die so viele Menschen motivieren und so viele verschiedenartige Bewegungen mit Macht antreiben. Wir müssen die gegenwärtige Situation in ihrer historischen Dimension begreifen, müssen erkennen, wo sie ihren Ursprung hat und welch schwere Gefahren dieser Konflikt birgt, aber auch, wo die Vergangenheit Beispiele für Lösungen bietet.