Wall Richard: Rom. Ein Palimpsest

Wall Richard: Rom. Ein Palimpsest
 
Art.Nr.:201
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Rom, die ewige Stadt, als Palimpsest (griech. psestos, abgekratzt), als eine lesbare Textur aus Überlagerungen und Ablagerungen von Zeichen: Bauten, Bilder und Schriften, immer wieder überbaut, übermalt und überschrieben, durch all die Jahrtausende, ein unfassbarer Codex rescriptus, immer wieder aufs Neue beschrieben.

In diesem ROMan treibt ein forschendes Ich mit den geschärften Sinnen eines Landbewohners durch die Stadt, in der seit Jahrhunderten radikale künstlerische, theologische und politische Positionen aufeinanderprallen. Es spürt eigenwillig Verknüpfungen nach, die nur in seinem Bewusstsein zusammenlaufen, und es beginnt einen Dialog mit einigen bedeutenden Figuren, deren Wirken mit dieser Stadt aufs engste verknüpft ist: Mit Pasquino, einer „sprechenden Statue“ aus der Antike, mit dem Maler Caravaggio und dem Dichter und Filmemacher Pier Paolo Pasolini. Die ungebrochene Aktualität und Wirkung dieser Figuren hat auch eine politische Dimension, die in das Italien von heute führt, das ein gewisser S. B. und seine „Bewegung“ so nachhaltig geprägt hat. Ästhetische und ethische Probleme kommen ebenso zur Sprache wie politische Ungereimtheiten, die über die subversiven Botschaften Pasquinos an die Öffentlichkeit gelangen. Darüber hinaus kommt es auf den langen Streifzügen zu grotesken Situationen und folgenschweren Begegnungen, die Denkanstöße liefern, Erinnerungen auslösen und ausschnitthaft Stationen einer ganz gewöhnlichen Biographie zutage fördern ...