Hüttenegger Bernhard: Der Glaskäfig

Hüttenegger Bernhard: Der GlaskäfigErzählung
 
Art.Nr.:32
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Nach einem abgebrochenen Studium und einem Zerwürfnis mit seinen Vorgesetzten hat es den Junggesellen Lesski in eine österreichische Provinzstadt verschlagen. Er arbeitet in einer von der Zentrale längst aufgegebenen Filiale einer Versicherungsanstalt. Sein Kollege Holzer und er fristen eine Scheinexistenz, beschäftigen sich mit nutzlosen Arbeiten und ertränken ihren Frust bereits am frühen Nachmittag in den Kleinstadtschenken.  Lesski fährt mit seinem Kleinwagen sinnlos in der Gegend umher und dosiert die vertanen Begegnungen mit einer blonden Apothekerin. Er hat nirgends unmittelbaren Kontakt zum Leben, bemüht sich zwar, Anläufe zu Abenteuern zu nehmen und strengt sich an, sich zu verlieben; Kontaktarmut prägt seinen Lebensstil. Beeindruckend sind die Selbstversuche im Isolationslabor des „Glaskäfigs“. In der Geschichte passiert nichts Besonderes, aber die neue Situation in der Kleinstadt weckt seine Neugier; er wird aufmerksamer und wahrnehmungsfähiger.

„Das Schicksal dieser Kunstfigur berührt – obwohl es aus dem Leben gegriffen scheint, wo es am trübsinnigsten ist – nur selten. Der sie ersann, …gilt aufgrund seines bisherigen Werkes als Spezialist für Eiszeitporträts. Er führte eine erstarrte Welt vor, die Beziehungen der Menschen darin waren längst schon erfroren. Der „Glaskäfig“ (die Auslage der Versicherung, die Lesski zu dekorieren versucht) ist nun eine neue Chiffre: Alles wird hier wie hinter Glas erlebt, die Personen der Handlung, man hört sie nicht, kein Einsprengsel direkter Rede ist in Hütteneggers Einfluss gelangt.“ (Ulrich Weinzierl, FAZ)

 

Bei Kitab erschienen:

Wer seinen Sohn liebt. Erzählung, 2002

Insel aller Inseln, 2004

Weg von allem. Reisen und Schreiben, 2006

Quasi una fantasia. Gedichte u. ein erotisches Kammerspiel, 2006

Rockall. Roman, 2006

Buch des Schweigens, 2007

Alphabet der Einsamkeit, 2008

 

Bernhard Hüttenegger, geboren 1948 in Rottenmann (Steiermark), erlebte seine literarischen Anfänge in Graz im Kreis des Forum Stadtpark. Er schreibt Hörspiele, Romane, Erzählungen, Essays und Feuilletons und lebt  in Wien und Kärnten.