Literarische und historische Streifzüge durchs Gailtal

Literarische und historische Streifzüge durchs Gailtalhrsg. v. Engelbert Obernosterer u. Wilhelm Baum mit Fotografien von Gerald Domenig
 
Art.Nr.:39
Lieferzeit:

 
inkl. MwSt (20%)

In den Warenkorb

In literarischen Texten, ästhetisch anspruchsvollen Fotos und Skizzen über historische Persönlichkeiten, Künstler, Politiker und ganz gewöhnliche Menschen mit einem besonderen Schicksal entsteht ein Gailtaler Heimatbuch der anderen Art - ein aufmerksamer, liebevoller, aber auch kritischer Streifzug durch eine Kärntner Landschaft auf der Spur von Menschen, die von ihm geprägt wurden und auf der Suche nach Begebenheiten, die es geprägt haben. Manch Ungewöhnliches, Unbekanntes, zu wenig Beachtetes oder in Vergessenheit Geratenes wird dabei dem Leser vor Augen geführt.

 

Literarische Betrachtungen von Engelbert Obernosterer, Franz Supersberger, Daniel Jamritsch und Gerald Domenig – der auch die Fotos beisteuerte –  verdeutlichen Entwicklungsprozesse und Fehlentwicklungen bei der Modernisierung. Zur Welt des Mittelalters im Gailtal werden die Wieserbergkirche, die „Frauenfehde“ der Gräfin Katharina von Görz und der Besuch Santoninos bei Gandolf von Khünburg vorgeführt. Protestantische Gemeinden (Agoritschach, Watschig und Weißbriach) behaupteten sich trotz härtester Verfolgungen. Zu den großen Persönlichkeiten gehören drei Slowenen: Urban Jarnik Dichter, Volkskundler, ein früher Vertreter der Romantik, Matija Majar aus Goritschach, der in der Revolution von 1848 seine Landsleute aufforderte, nicht für das Frankfurter Parlament zu votieren und Franc Grafenauer aus Egg, der 1907 als einziger Gailtaler in den Reichsrat gewählt wurde. Die Künstlergruppe um Franz Wiegele und Anton Kolig führte nach dem 1. Weltkrieg zur Entstehung des „Nötscher Kreises. Veröffentlicht wird hier der Briefwechsel Wiegeles mit dem Salzburger Anton Faistauer. Die Landschaft an der Gail, das Kindheitsland, wird bei Ingeborg Bachmann, deren Vater aus Obervellach stammte, wo sie die Zeit des Kriegsendes verbrachte, zum Sehnsuchtsland der Protagonistinnen in den Todesarten-Romanen. In die NS-Zeit führt der „Fall Ranner“, der auf die Problematik der Zwangsarbeiter hinweist (von Vinzenz Jobst, der auch die Biografie Rudolf Blümls verfasste, des Sekretärs von Bundeskanzler Seipel verfasste). Der österr. Bundeskanzler Josef Klaus aus Mauthen gehört zu den bedeutendsten Gailtalern des 20. Jahrhunderts. Arnulf Rohsmann beschreibt das „Paradies“ von Cornelius Kolig in Vorderberg.