Renoldner Andreas: Renato

Renoldner Andreas: RenatoRoman
 
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Urlaub an schönen Stränden in Griechenland! Kürzlich ist die Scheidung gewesen. Vor ihm liegt der Sommer, diesmal ohne Kinder und ohne Frau - vor allem aber ohne geregelte Abläufe und Strukturen. Das früher Lästige fehlt jetzt. Die Tage streichen ohne Ziel und Ordnung dahin. Ihm fällt nichts Besseres ein, als wie die Jahre zuvor mit dem ehemaligen Familienauto nach Griechenland zu fahren, aus Gewohnheit wird es wie immer Campingurlaub mit Boot. Nach jahrelangem Familienleben ist er verloren und hilflos und leidet an seiner Einsamkeit. Als er wie früher mit den Kindern alleine die Küste entlang paddelt, nur damit der Urlaub vorbei geht, steigt der junge, homosexuelle Renato zu ihm ins Boot und flüchtet so vor einem aufdringlichen Verehrer aus einer einsamen Bucht. Renato ist ebenfalls ziellos unterwegs, sucht keine neuen Urlaubsparadiese, sondern Ruhe und Geborgenheit, was er aber in der Szene nicht kriegen kann. Der Familienvater strahlt anscheinend Fürsorglichkeit aus, bei ihm fühlt sich Renato geborgen. In Sicherheit gebracht steigt er nicht aus dem Boot, sondern die beiden Männer beschließen, gemeinsam weiter zu fahren.
Renato bringt viel Schwung und kleine Abenteuer. Er ist lebendig, gefühlvoll, vor allem aber vertrauensselig wie ein Kind. Dazu kommt eine erotische Ausstrahlung, die auch auf den Familienvater wirkt. Erschrocken hält sich der auf Abstand. Genau diese Distanz erlebt Renato als Möglichkeit für Vertrauen. Weil er sich vor Übergriffen sicher fühlt, rückt er näher. Irgendwann kippt das vertraulich-freundschaftliche Verhältnis, und für den Familienvater wird der Urlaub in Griechenland zu einer erotischen Liebesbeziehung.
Diese Grenzüberschreitung ist für beide eine fatale Überraschung. Während Renato darin bestätigt wird, immer ein Opfer von älteren, lüsternen Männern sein zu müssen, bricht für den Familienvater die Normalität zusammen. Sein Selbstbild von einem anständigen, vor allem aber normalen Leben wird durch den jungen Schwulen zerstört. Etwas Unbekanntes und vor allem Ungewolltes in ihm selber hat sich deutlich gezeigt. Renato bricht sofort den Urlaub ab, inszeniert einen Notfall und lässt sich auf schnellstem Weg nach Italien zurück bringen. Der ganz normale Familienvater kämpft gegen das Fremde in ihm selber und findet den Ausweg, Renato zum Schuldigen zu machen. Es gibt nur mehr eine Möglichkeit, das Fremde und Dunkle aus seinem Leben zu schaffen …