Fleischer Ludwig Roman : Die Enterbung

Fleischer Ludwig Roman : Die EnterbungRoman
 
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Der Kulturjournalist Michael Zbornik ist wenige Wochen vor Weihnachten wegen "subfebrilem Fieber" und "Seh- und Gleichgewichtsstörungen" ins Spital eingeliefert worden. Der Arzt - gleichzeitig Taufpate seines Sohnes - hat angedeutet, dass Zbornik nur noch ein halbes Jahr leben wird und erprobt eine völlig neue Therapie an ihm. Der Patient erzählt seinem Sohn Christian, einem Mitglied der "nationalen Jungpartei", die für ein "ausländerfreies" Österreich kämpft, in einer Art Tagebuch, dass er als Baby adoptiert wurde und in Wahrheit der Sohn einer tuwinischen "Extremsängerin" und eines russisch-jüdischen Selbstmörders ist. Im Zuge dieser "Enterbung" tut sich eine durch Lügen und Klitterungen geschönte Familiengeschichte auf, die mit der Verlogenheit der österreichischen Geschichtsschreibung in deprimierendem Einklang steht. Einer der vermeintlichen Vorfahren Christoph Zborniks war KZ-Wächter - ein anderer - Träger des Goldenen Ehrenzeichens der Republik und vertriebener Sudete - war nationalsozialistischer Rassenkundler, sein Sohn ist jener angeblich leibliche Onkel, der rassenbiologische Hetzartikel schreibt und den Buben zur "Jott-Haa"-Partei gebracht hat.

Vor dem Hintergrund rechtsextremer Briefbombenanschläge und dem Kinderfest Weihnachten will Michael Zbornik seinen Adoptivsohn "enterben", scheitert damit aber...