Frischmuth Barbara: Eine Liebe in Erzurum

Frischmuth Barbara: Eine Liebe in Erzurum
 
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In ihren Hörspielen führt uns Barbara Frischmuth eine Welt vor Augen, die unsere
Aufmerksamkeit gegenüber anderen Kulturen schärfen soll. Die Begegnung mit dem
Fremden stellt sich für die ProtagonistInnen als ebenso spannend wie spannungsreich heraus und nur so können wir mit ihnen zu der Erkenntnis gelangen, dass das Fremde wiederum wir selbst sind.

Im Hörspiel Vier Verse für einen Mantel wird uns anhand der Werke des arabischen Dichters Hariri ein Aspekt der kulturellen Vielfalt des Orients näher gebracht. In seinen Dichtungen spiegelt sich letztlich auch das Schicksal der Österreicherin Fanny und das des Irakers Hussein, ihres in Österreich im Exil lebenden Freundes.

In der Kindheitserinnerung Als mein Kopf noch klein war werden die Erlebnisse der in einem Hotelbetrieb großgewordenen Felizitas im Rückblick aufgearbeitet. Sie hat sich als Kind die Wirklichkeit mithilfe von Geschichten um ein unbegrenztes Reich der Fantasie erweitert. Viele Ereignisse dieser scheinbar unbeschwerten Tage, wie die Aufarbeitung der nationalsozialistischen Vergangenheit oder das persönliche Schicksal der Hotelangestellten, treten so erst in der Rückschau hervor.

In Eine Liebe in Erzurum versucht Antonia, die vor vielen Jahren in der ostanatolischen Stadt Erzurum studiert hat, den Kontakt zu Sinasi, ihrem ehemaligen türkischen Geliebten wieder aufzunehmen. Die Hindernisse bei der Suche nach ihm lassen sie ihregemeinsame Zeit in Erinnerung rufen. Das grenzenlose Glück eines verliebten Paares wird dabei ebenso deutlich wie die gesellschaftlichen Probleme, die eine solche Verbindung aufwirft.

Frischmuth thematisiert so auch die Schwierigkeiten interkultureller Verständigung und die sozialen Schranken, die jede Gesellschaft aufbaut. Dies muss letztlich auch das ungewöhnliche Liebespaar in Ostanatolien erfahren.

"Das Buch 'Eine Liebe in Erzurum' zeigt sehr schön, wie man mit Frischmuth und mit Hilfe der Literatur zu einer 'besseren Wahrnehmung' kommt."
Uschi Loigge, Kleine Zeitung, 15.3.2002

"Die hier versammelten Hörspiele dokumentieren das langanhaltende Engagement der österreichischen Dichterin für interkulturelle Toleranz und betonen die Relevanz kultureller Verständigung."
morgen, 5/2002

"B. F. hat in diesen formal wenig aufwändigen, aber sehr präzis formulierten Texten auch einige eigene Erfahrungen eingearbeitet und sie erweist sich dadurch und durch ihre Studien als Mittlerin zwischen der mitteleuropäischen und der orientalischen Kultur." Jakob Ebner, in: Rezensionen online.