Goubran Alfred: Tor

Goubran Alfred: TorErzählung
 
Art.Nr.:224
Lieferzeit:

 
inkl. MwSt (10%)

In den Warenkorb

Auf die Frage, ob er an die Vorsehung glaube, antwortet Shamir, ein Mannschaftskollege des Protagonisten, der als Vierjähriger aus dem Elternhaus entführt und nach Europa verkauft worden war: „Ich glaube an Gott. Und den Ball“. Und weiter heißt es: „Ich weiß nicht, was aus Shamir geworden ist und wohin ihn Gott und der Ball noch geführt haben. Jedem, für den Fußball ein Weg ist, erscheint dieser Weg zuerst, wenn er ihn für sich entdeckt, als Ausweg. Im eigenen zu sein, im eigenen zu bleiben, ist der einzige Erfolg, der zählt.“

Tor ist die Geschichte eines Kindes, für das Fußball zum Ausweg wird, aus der Tristesse eines Vorstadtlebens heraus und einer Familie, in dem es, nach dem Tod der Schwester, „unerwünscht“ ist.

Erfrischend unsentimental und schnörkellos beschreibt der Autor diese Kinderwelt. Mit Tor erweist sich Alfred Goubran, was für viele nach der Polemik „Der Pöbelkaiser“ überraschend sein mag, als ein Erzähler ersten Ranges.

Alfred Goubran, Jahrgang 1964, geboren in Graz, aufgewachsen in Kärnten, lebt in Wien.

Umfangreiche literarische Tätigkeit als Schriftsteller, Rezensent, Übersetzer, Herausgeber und Verleger (edition selene).

Feuilleton:

Rezensionen; Kritische Essays und Aufsätze zu Literatur und allgemeinen gesellschaftsrelevanten Themen;  Autorenportraits; Gastkommentare;

Unregelmäßige Veröffentlichungen in diversen deutschsprachigen Printmedien und im Rundfunk.

Buchpublikationen (Auswahl):

Prosa: „Der Pöbelkaiser” , Ein Brief, Residenz-Verlag, Salzburg–Wien 2002. Mit seinem Text „Der Pöbelkaiser oder Mit den 68ern ‚Heim ins Reich’“ (Residenz, 2002) sorgte Alfred Goubran zuletzt für kräftiges „Rauschen im Blätterwald“. „Komplexe Gedankengänge, gewählte Sprache und eine gewisse Distanz zu den Objekten der Kritik“ bürgten für das Niveau des gesellschaftskritischen Buchs (notierte Sabine Selzer). Der „Pöbelkaiser“ war dem Genre der Streitschrift und der Polemik zuzuordnen.

Übersetzungen: „Der parfümierte Garten. Ein Handbuch arabischer Liebeslehre”, eine Transkription der englischen Übersetzung aus dem Französischen durch Richard Francis Burton, Wien 2004;

„Die gelbe Tapete” Erzählung von Charlotte Perkins Gilman, aus dem Amerikanischen Englisch, Wien 2005

Als Herausgeber: “Staatspreis. Der Fall Bernhard”, Wien 1997.

Theater: „Kaspel“, Monolog, uraufgeführt in Wien 2002, Regie Wolfgng Palka, mit Hubert Wolf;

„Malina“, Lesefassung, Wien 2005, Volkstheater mit Andrea Eckert.

Literaturförderungspreis des Landes Kärnten, 2003