Hölzer Max: Frau und Vogel

Hölzer Max: Frau und VogelAusgewählte Gedichte. Teissl Christian (Hg.)
 
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Max Hölzer (1915-1984). der ein ebenso schmales wie eigentümliches Werk hinterlassen hat, ist eine singuläre Erscheinung innerhalb der österreichischen Literatur. In der ersten Nachkriegszeit erzielte er mit seiner kurzlebigen Zeitschrift "Surrealistische Publikationen", die er gemeinsam mit dem Maler Edgar Jené in Klagenfurt herausgegeben hat, große Resonanz vor allem unter den damals jungen Autoren. Später, als er bereits in Paris lebte, war er vor allem als Übersetzer tätig und machte sich als solcher um die Literatur der französischen Surrealisten verdient; so übertrug er u.a. Werke von Nathalie Sarraute, André Breton, Pierre Reverdy und George Bataille ins Deutsche.
 
Sein eigenes lyrisches Werk, das heute vergessen ist, stand ebenfalls stark im Zeichen des Surrealismus, von dessen Forderungen es sich jedoch zunehmend löste, um zu einer eigenen, welthaltigen Metaphernsprache zu gelangen. - Im Jahr 1970 wurde Max Hölzer mit dem Georg-Trakl-Preis, einem der renommiertesten Lyrikpreise des Landes, ausgezeichnet.

 

"Gedichte …ist es sehr zu begrüßen, dass der Klagenfurter Kitab Verlag nun diese Auswahl seiner Gedichte …vorlegt. So bietet sich die Chance, diesen Dichter kennen zu lernen, der noch dazu sehr rege als Übersetzer französischer Literatur tätig war. …Entdecken Sie einen Zeitgenossen Paul Celans und Michael Guttenbrunners, dessen Lyrik und Leben bisher kaum beachtet bzw. aufgearbeitet wurde. Vielleicht gereicht dieses Buch zu einer kleinen (Wieder)Entdeckung; zu wünschen wäre es."

Rudolf Kraus in Bücherschau 167, 2005, 30
 

….Seine Wehr waren doch seine Gedichte, die uns nun in einer Auswahl, herausgegeben von Christian Teissl, in dem Band „Frau und Vogel“ vorliegen und sehr eindrucksvoll die Entwicklung von Hölzer zeigen, von den frühen surrealistisch-orthodoxen Anfängen „Ode an Breton“ bis hin zu den stillen, meditativen, melancholischen Gedichten, die schon lange jedes Etikette gesprengt hatten.

Max Blaeulich in: Literatur und Kritik 397, 2005, S. 73-76