Kasper Christine: Gegengewichtung

Kasper Christine: Gegengewichtung
 
Art.Nr.:129
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In sieben Stationen erlebt man im Lesen die Universitätslehrerin Kerstin in einer Art inneren Monolog – innen, weil den Gedanken, Wünschen und Ideen eine äußere Realität gegenübersteht, in der es egal ist, ob jemand solche hat; Monolog, weil sowohl die allgemeine Zeitknappheit als auch die Regeln, nach denen die vorherrschende Gesellschaft herrscht, keinen Dialog zulassen. Kerstin ist eine Frau in einer Umgebung, in der das Einspardenken bei keinem Geschlecht Halt macht. Wirtschaftliche Verwertbarkeit ist die Decke, nach der die Bildung, die Universität und damit auch Kerstin zu streben hat. Ein positives Denkbild wollen alle Kreise aus lauter Gruppen haben, zu denen man sich nur ‘wir’ zu denken bräuchte und schon wäre man dabei. Und Kerstins selber? Tut sich mit dem positiven Denken und dem Zugehörigkeitsgefühl schwer und liebt trotzdem das viele Schöne am Leben. Denkt aber auch viel Kritisches über die Universität und die Bildungsdiskussion, den Umgang mit dem Nationalsozialismus, die Sparmentalität und die Arbeitslosigkeit, das Leben als Frau. Wenn die Gedanken, die in dem Roman vorkommen, zur Diskussion anregen, habe ich ein Drittel meines Ziels erreicht; wenn der Roman obendrein auch gefällt, das ganze.