Schandor Werner: Thomas Feigl will die Kunst des Liebens lernen

Schandor Werner: Thomas Feigl will die Kunst des Liebens lernen
 
Art.Nr.:159
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„Neulich las ich eine witzige Anzeige. Sie stammte von einem Beinamputierten, der sich eine verständnisvolle Partnerin wünschte. Ich habe mir eine Inseratzeile gemerkt. Sie lautete: ‚Ich habe meine Beine vor einem Jahr verloren und seither Schwierigkeiten, auf Frauen zuzugehen.’“
Thomas lachte auf. „Ist das nur daneben formuliert oder hat der Typ auf metaphorische Weise die menschliche Existenz mitsamt ihrer Liebesunfähigkeit durchschaut?“, fragte er.
„Ah, die menschliche Existenz an sich und ihre Liebesunfähigkeit im Speziellen!“, wiederholte Peter sarkastisch. „Da bist du wohl Spezialist!“

  

Die älteste Geschichte der Welt in einer Neuversion: Der Student Thomas Feigl möchte eine Beziehung, die frei von Herzensverstrickungen ist. Bei einem Schuhkauf lernt er die Verkäuferin Manuela kennen, die überhaupt nicht sein Typ und somit ein ideales Opfer für seinen Vorsatz ist, Erich Fromms berühmte „Kunst des Liebens“ in die Praxis umzusetzen. Doch so leicht geht es dann doch nicht...

 

Mit der „Kunst des Liebens 2“ legt Werner Schandor einen launig erzählten Roman über die Liebe heutiger Bildungsneurotiker vor ­ für Leserinnen und Leser, die sich gerne an die emotionellen Wirren ihrer Adoleszenz erinnern.

 

Werner Schandor

geb. 1967, lebt in Graz

Herausgeber des Feuilletonmagazins „schreibkraft“

Bücher (Auswahl): Glücksfall (Roman, 1999); Peter Sterner: Das Geheimnis seines Erfolges (Comic, gemeinsam mit Roman Klug, 2000); plastik.masken.kryptichon (Gedichte, 2000); in flagranti (Prosa, 2001)

 
Werner Schandor zeichnet in seinem jüngsten Roman "Thomas Feigl will die Kunst des Liebens lernen" ein pointiertes Psychogramm von den Enden der Parabel Liebe. Vom Kennenlernen bis zur bitteren Trennung. Vom Erstarken und Erschlaffen der Gefühle. Und er zeigt uns einen Intellektuellen, der glaubt, dem Phänomen mit dem Verstand gewachsen zu sein.
.... Nach seinem unkonventionellen Krimi "Glücksfall" und dem teilweise experimentellen Prosaband "in flagranti" beschreitet Werner Schandor nun literarisch neue Wege. Und zwar im Sinne des neuen Erzählens in der österreichischen Literatur, das Helmut Gollner kürzlich im Band "Die Wahrheit lügen" (Studienverlag) u. a. an Autoren wie Hochgatterer, M. Amanshauser oder Kehlmann festmachte.
Junge Autoren erzählen wieder in Österreich. Aber eben nicht auf überkommene Art und Weise. Es ist keine naive Rückkehr zur Tradition von vor 100 Jahren. Es ist ein neues, frisches Erzählen, eines, das sich keineswegs mit "Gschichterldrucken" zufriedengibt, sondern doch jedem Autor sein literarisches Selbstbewusstsein (im wahrsten Sinne des Wortes) abverlangt.
Bei Werner Schandor etwa wird der Leser nicht nur gut unterhalten, sondern auch mit einem gewissen Programm konfrontiert, paradoxerweise einem Programm mit dem Erkenntniswert, dass zuviel Programmatik schädlich ist ... nicht nur für die Liebe.
Sabine Selzer
25. April 2005
Literaturhaus.at