Baum Wilhelm: Indien und Europa im Mittelalter.

Baum Wilhelm: Indien und Europa im Mittelalter.Die Eingliederung eines Kontinents in das europäische Bewußtsein - Senoner Raimund
 
Art.Nr.:198
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Der vorliegende Band enthält die wichtigsten Quellentexte zur Geschichte der Beziehungen zwischen Indien und Europa im Mittelalter, darunter die Reiseberichte des Ägypters Kosmas Indikopleustes, der in der Mitte des 5. Jahrhunderts nach Indien aufbrach und die dortigen, von Ägypten und Persien aus gegründeten christlichen Gemeinden beschrieb.

Der ostsyrische Patriarch Ischoyab III. wandte sich im 7. Jahrhundert an die syrischen Christen in Indien, die im 13. Jahrhundert auch mit China Kontakte unterhielten. Der englische Chronist Matthäus von Paris sammelte im 13. Jahrhundert systematisch Material über die Christen des Orients. Marco Polo besuchte Indien um 1290 bei seiner Rückreise von China in den Orient. Erst in der Zeit der Päpste von Avignon kam es zu einer systematischen "Mission": Franziskaner zogen durch Indien nach China, und 1329 ernannte Johannes XXII. Jordanus Catalanus zum 1. Bischof von Quilon in Kerala, das die Drehscheibe zwischen dem arabischen und chinesischen Handel war.

Der Venezianer Nicoló de Conti verbrachte zwischen 1416 und 1441 viele Jahre in Indien und berichtete erstmals in Europa über die Praktiken der Witwenverbrennung u. ä. Er war der erste Europäer, der auch in das Landesinnere vordrang. Das Buch vermittelt auf diese Weise einen faszinierenden Einblick in die Phase der Kontaktaufnahme der Europäer mit Indien vor der Ankunft der Portugiesen (1498).

"In der Summe ist die Idee, eine Quellenpublikation wie die vorliegende zu erstellen, zweifellos ein lobenswertes Unterfangen. Hierdurch kann ein breites Laienpublikum angesprochen und für den exotischen Gegenstand eingenommen werden."
Detlev Kraack, MIÖG 109, 2001