Das Buch der Namen. Die Kärntner Opfer des Nationalsozialismus

Das Buch der Namen. Die Kärntner Opfer des Nationalsozialismusherausgegeben von Wilhelm Baum, Peter Gstettner, Hans Haider, Vinzenz Jobst und Peter Pirker mit Beiträgen von Marina Jamritsch, Florjan Lipuš, Gerti Malle, Thomas Ogris, Stefan Pinter und den Teilnehmern/Innen von „A Letter To The Stars“
 
Art.Nr.:49
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Obwohl es unmöglich ist, alle Opfer der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft in Kärnten zu erfassen, wurde der Versuch unternommen, die Namen und Daten aller Naziopfer zugänglich zu machen. Diese provisorische Liste – die etwa 1800 Namen umfasst – ist erweiterbar; es wurde versucht, nur die tatsächlich nachweisbaren Todesopfer aufzulisten; fragliche Fälle wurden ausgeklammert. Die Opfer wurden in Gruppen (Slowenen – Juden – Zeugen Jehovas – Roma und Sinti – Katholische Kirche – Sozialisten u. Euthanasieopfer) zusammengefasst; Überschneidungen werden deutlich gemacht. Da vom Land Kärnten noch nie ein derartiger Versuch unternommen wurde und auch im Zusammenhang mit den  Sanktionen der EU gegen Österreich unterstützte Recherchen nicht vollständig öffentlich zugänglich gemacht wurden, versuchten die Herausgeber und Bearbeiter diese Lücke zu füllen. In den Archiven und Datenbanken der KZs Mauthausen, Dachau, Ravensbrück, Auschwitz usw. wurde nach Namen aus Kärnten geforscht. Wo es möglich war, wurde auch eine Kurzbiographie des Opfers angefügt. Es versteht sich von selbst, dass es sich hierbei um eine „provisorische Liste“ handelt, die ergänzt werden kann, vermutlich aber niemals vollständig sein können wird. Nicht unerwähnt sollen auch die zahlreichen getöteten Ausländer und Zwangsarbeiter bleiben, wie etwa über 6000 Russen, die im Arbeitslager Spittal zu Tode kamen und die die zahlenmäßig größte Opfergruppe bilden oder auch die Toten im KZ Loibl. Anhand der modernen Literatur (Josef Winkler, Peter Handke usw. wurde aufgezeigt, wie die Problematik auf literarischer Ebene behandelt wurde; dazu gehört die Lebenserzählung der Mutter von Thomas Ogris. Die Biografien der Opfer im 2. Teil sollen einen Einblick in die Mentalität der Opfer und ihres Umfeldes sowie in die Umstände ihres gewaltsamen Todes ermöglichen.

Die Autoren und Mitarbeiter:

Peter Gstettner, Pädagoge an der Universität Klagenfurt, setzt sich seit Jahren für das Mauthausen-Mahnmal am Loibl und die Dokumentation der NS-Verbrechen ein. Hans Haider, Obmann des Vereins „Erinnern“, veröffentlichte das Werk „Nationalsozialismus in Villach“ und initiierte das Villacher Mahnmal für die Naziopfer. Wilhelm Baum dokumentierte die Verfolgung der Slowenen in Kärnten und den von den Nazis annektierten Gebieten. Peter Pirker, Zeithistoriker aus dem Drautal in Wien arbeitet in der NS-Forschung und Vinzenz Jobst, Vorstand vom „Memorial Kärnten Koroška“, publizierte Arbeiten zur Geschichte der Arbeiterbewegung in Österreich sowie der Verfolgung der Zeugen Jehovas.