Pirker Peter: Gegen das Dritte Reich

Pirker Peter: Gegen das Dritte ReichSabotage und transnationaler Widerstand in Österreich und Slowenien, 1938–1940
 
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Am 19. Mai 1940 jubelte Deutschland über den Einmarsch der Wehrmacht in Brüssel. Der steirische Arbeiter Engelbert Glitzner tat an diesem Tag anderes. Er montierte an den Schienensträngen der Südbahn Sprengstoff, um die deutsche Kriegsmaschine zu schädigen. Im bislang größten Prozess vor einem Reichskriegsgericht im ehemaligen Österreich wurden Glitzner und sechs weitere Antifaschisten in Klagenfurt zum Tode verurteilt, weitere Angeklagte starben an den Folgen der Folter und im KZ. Die Ermittlungen der Gestapo führten nach Jugoslawien, wo die „Hintermänner“ der Sprengstoffanschläge gefunden wurden: Slowenische Antifaschisten der Untergrundgruppe TIGR, Intellektuelle, österreichische Deserteure und britische Agenten. Diese transnationale Widerstandsorganisation attackierte NS-Deutschland mit Anschlägen, Sabotage, Verbreitung von Maul- und Klauenseuche, Propaganda und politischer Subversion.

Der Autor untersucht das transnationale Sabotagenetzwerk in den Jahren 1939 und 1940 erstmals auf der Basis britischer, deutscher, österreichischer und slowenischer Quellen. Er analysiert die Erfindung der subversiven Kriegsführung in Großbritannien, beleuchtet das Verhalten des österreichischen Exils, zeigt die komplexen Zusammenhänge und Hintergründe auf und unterzieht den Nachkriegsumgang mit den WiderstandskämpferInnen in Slowenien und Österreich der Kritik.

 

Peter Pirker, Historiker und Politologe, Forschungen und Publikationen zu Nationalsozialismus, Exil, Widerstand, Geheimdiensten, Geschichtspolitik und Erinnerungskultur sowie zur Regionalgeschichte des Alpen-Adria-Raumes.