Baum Wilhelm: Äthiopien und der Westen im Mittelalter

Baum Wilhelm: Äthiopien und der Westen im MittelalterEinführungen in das orientalische Christentum 2
 
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Äthiopien, das biblische Land „Kusch“, stand bereits in vorchristlicher Zeit in Kontakt mit den Ländern am Mittelmeer. Seit dem 1. Jahrhundert n. Chr. wurde das Reich von Aksum zur Drehscheibe im Handelsverkehr zwischen der hellenistisch-römischen Welt und Indien. In der Mitte des 4. Jahrhunderts nahm der Negus Ezana das Christentum an. Mönche übersetzten die Bibel in die äthiopische Sprache („Geez“). Im 6. Jahrhundert beherrschte Aksum unter den Negus Kaleb auch den Jemen. Die Sage von Salomon und der Königin von Saba – aufgezeichnet im 14. Jahrhundert im Buch „Kebra Nagast“ – wurde zum Staatsmythos, der bis in die Gegenwart weiterwirkte. Nach dem Niedergang Aksums wurde Lalibela unter den Zagwe-Kaisern zum neuen Landeszentrum. Um 1270 schließlich übernahm der Amhare Yekunno Amlak die Macht, dessen Nachkommen bis ins 18. Jahrhundert als „Salomoniden“ regierten. Nach langen Auseinandersetzungen mit dem Islam wurde das christliche Reich 1543 durch die Portugiesen gerettet, nachdem der Imam Ahmad Granj bereits
einen Großteil des Reiches erobert und zerstört hatte. Der Versuch des Papsttums, Äthiopien zur Anerkennung Roms zu bewegen scheiterte vor allem daran, dass die erwartete Unterstützung der Europäer ausblieb.

"Man wird Baums Darstellung um so mehr begrüßen und ihr viele Leser wünschen, als die jahrtausendealte, überreiche Kultur und Geschichte Äthiopiens hierzulande nahezu unbekannt sind."
Simon Gerber, Das Historisch-politische Buch 50, 2002

"Wilhelm Baum' s account of Ethiopia, from pre-Christian times into the mid-sixteenth century, might serve usefully to introduce scholars interested in international issues to the richness of Ethiopia' s historical record. Baum has written a useful book. It could serve well to introduce readers to a subject still far too little known."
Donald Crummey, The International History Review 24, 2002