Baum Wilhelm: Die Apostolische Kirche des Ostens

Baum Wilhelm: Die Apostolische Kirche des OstensGeschichte der sogenannten Nestorianer. - Winkler Dietmar
 
Art.Nr.:194
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Als europäische Orientalisten im 19. Jahrhundert auf die Apostolische Kirche des Ostens aufmerksam wurden, waren die ostsyrischen Christen in Europa weitgehend vergessen. Wohl schon im ersten Jahrhundert fand das Christentum den Weg nach Zentralasien und erreichte die südindische Malabarküste, wo sich die Anhänger der Kirche Thomas-Christen nannten.

Das ostsyrische Christentum fasste auf der arabischen Halbinsel Fuß, und erreichte im 7. Jahrhundert dann den chinesischen Kaiserhof der Tang-Dynastie. Ihren Höhepunkt erlebte die apostolische Kirche des Ostens unter den Kalifen von Bagdad und den Mongolen. Im Mittelalter erreichte sie die größte geographische Ausbreitung aller christlichen Kirchen. In der Neuzeit ist sie jedoch aufgrund der historischen und politischen Umstände im Orient zu einer bedrohten Minderheit geworden. Heute ist sie in den Ländern Irak, Iran und Indien sowie in der Diaspora in Nordamerika, Australien, Syrien, im Kaukasus und im Libanon als Minderheitenkirche vertreten.

Die Apostolische Kirche des Ostens hat ein bedeutendes Erbe in Theologie, Geschichte und Spiritualität bewahrt, und neben einer umfassenden syrischen Literatur auch eine Vielfalt an Übersetzungen in arabischer, persischer, türkischer und chinesischer Sprache hervorgebracht.

Das Buch ist auch erschienen bei: RoutledgeCurzon

"This is an important book, bringing to the notice of students the wealth of the spiritual and theological legacy as well as the sheer missionary drive of this now half-forgotten Church. As a book it will not easily be replaced, and it is a credit to its authors and publishers alike."
W.H.C. Frend (Gonville & Cains College, Cambridge), The International History Review, XXIV, June 2002.

"Die vorliegende Publikation verdient große Aufmerksamkeit, nicht nur weil darin die spannende Geschichte ... dieser Kirche verständlich dargestellt ist, sondern weil hier offenkundig wird, dass es in der einen Kirche Christi auch Äußerungen des rechten Glaubens gibt, die ... anders formuliert sind als die konziliär-dogmatisch geprägten Formen der römischen Reichskirche."
Philipp Harnoncourt, Bücherbord 26 (2001)

"The book will be a much needed reminder of the often forgotten facts of the early Christian faith' s remarkable spread across Asia to the Pacific, and the much interrupted history of the Church of the East ("Nestorian") from the first century to the fourteenth."
Samuel Hugh Moffett, Princeton Theological Seminary, USA

"Das gut lesbare Buch ist weitaus bedeutender, als der geringe Umfang vermuten lassen mag: es zeichnet erstmalig die Geschichte einer weitgehend unbekannten Kirche auch ihrer Rolle als Vermittler zwischen Islam und Christentum nach und gibt damit dem orientalischen Christentum jene Bedeutung zurück, die ihm durch eine europazentrische Rezeptionsgeschichte zu Unrecht genommen wurde."
Eckhard Eichler, Das Historisch-politische Buch 50, 2002

"Den beiden Autoren ist eine umfassende und spannende Darstellung der Geschichte der Kirche des Ostens gelungen. An der hohen Sachkompetenz der Autoren besteht kein Zweifel. Die Darstellung besticht durch die klare und übersichtliche Präsentation. Dem Buch ist eine rasche Verbreitung zu wünschen. Es eröffnet nicht nur ein weithin unbekanntes und ungemein spannendes Kapitel der Kirchengeschichte, es wird vor allem einen ganz wesentlichen Beitrag leisten, um die verkrusteten Vorurteile über die fälschlich so genannten "Nestorianer" und schließlich auch diese diskriminierende Bezeichnung selbst endlich aus der wissenschaftlichen Literatur zum Verschwinden zu bringen."
Peter Hofrichter, Prof. f. Kirchengeschichte, Salzburger Theologische Zeitschrift 5, 2001