Sakayan Dora (Hrsg.): Smyrna 1922. Das Tagebuch des Garabed Hatscherian

Sakayan Dora (Hrsg.): Smyrna 1922. Das Tagebuch des Garabed Hatscherianübers. a. d. Armenischen, mit einer Einleitung von Tessa Hofmann
 
Art.Nr.:121
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Das bereits in mehrere Sprachen (Englisch, französisch, Russisch, Griechisch, Türkisch u. Ostarmenisch übersetzte Tagebuch des armenischen Arztes schildert die Eroberung und Zerstörung der jonischen griechischen Metropole Smyrna (Izmir) durch die Truppen "Atatürks" im September 1922 und die Flucht der Überklebenden. Dr. Hatscherian war als Arzt ein führendes Mitglied der armenischen Bevölkerung von Smyrna, hoch dekoriert in den Balkankriegen und im Staatsdienst. Er vertraute auf die Loyalität zum türkischen Staat und wurde innerhalb von kürzester Zeit mit der Vernichtung seiner privaten Existenz und seiner Gemeinde konfrontiert. Nach Verhaftung, Ausplünderung und Demütigung durch die türkischen Behörden und die siegreiche Armee Kemal "Atatürks" musste er den Untergang der armenischen Kultur in Smyrna und den zweiten Genozid - nach den millionenfachen Morden an Armeniern und Griechen 1915/18 miterleben und konnte als einer der wenigen Überlebenden des Massakers von Smyrna - dem über 150.000 Menschen zum Opfer fielen - auf einem amerikanischen schiff nach Griechenland ausreisen. Das Tagebuch gehört zu den wichtigsten Zeugnissen des "zweiten Genozids" der Türken von 1920/23 an ihren christlichen Landsleuten.