Schönauer Helmuth: Pension Sau

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Auf einer überwucherten Mülldeponie hinter Buderns breitet sich in einem alpinen Seitental das Gelände der Pension Sau aus. Als es noch Geld für gewöhnliche Arbeitnehmer gab, haben hier einst Arbeiter und politische Schrebergärtner ihre Parzellen gekauft und bewirtschaftet.

Mittlerweile hocken diese alten Männer am Sockelrand der Politik und erzählen einander, dass sie alles falsch gemacht haben. Diese unaufgeregte Haltung ist das Richtige für einen Trupp von Kreuzworträtsel-Erfindern, die sich um eine Wiederbelebung der alten Rechtschreibung bemühen.

Auf der Suche nach dem idealen Kreuzworträtsel ergibt sich eine notdürftige Heimordnung, die über das ganze Gelände gestülpt wird. Eines Tages fallen echte Schüsse, spitzer als jene von der Jagd. Das Bundesheer hat frische Asylanten angeliefert und in notdürftig errichtete Pferche gesteckt. In den Anleitungen zum Kreuzworträtsel steht nichts, was die Situation erklären könnte. Die alten Männer werden nervös, als sie vom Bundesheer wie Insassen eines unsichtbaren Lagers behandelt werden.

 

Helmuth Schönauer, geb. 23.9.1953, lebt in Innsbruck/T. als Bibliothekar und gerichtlich anerkannter Schriftsteller, seine Literatur war Gegenstand von Prozessen am LG und OLG Innsbruck, die mit dem Freispruch des Autors endeten.

Keine Preise, keine Stipendien, keine Subventionen! Motto: „Schreiben, statt Ansuchen schreiben.“ Einzelgänger, gehört keiner gängigen Strömung an und wird daher auch nur außerhalb des Literaturbetriebes als Schriftsteller wahrgenommen.

Bei Kitab erschienen: Ich war ein Arschloch. Roman, 108 S., ISBN 978-3-902585-07-3, 15,-